Sonntag, 31. Juli 2016

Wenn Bücher eine andere Realität vermitteln...

Zurzeit bin ich im Urlaub. Gemeinsam mit meinem Vater und meinem Bruder.
Das Hotel liegt direkt am Meer und es ist herrlich warm. Anders als in Deutschland (schätze ich mal).

Die meiste Zeit liege ich am Strand und lese, lese, lese. Habe das Buch "Von wegen Liebe" von Kody Keplinger (Buchvorlage zum Film 'Duff') innerhalb von zwei Tage durchgelesen und könnte heulen.
Nicht weil das Buch schlecht war (es hat genau meinem Schreibstil entsprochen und ich konnte nicht mit dem Lesen aufhören!!!), aber mir wurde mal wieder bewusst, wie entspannt es mit meinem Freund ist und wie wenig er mit den 'typischen' Romanprotagonisten gemein hat.
Manchmal wünschte ich mir, dass er ein wenig mehr Macho wäre. Damit meine ich nicht, dass er mich schlecht behandeln soll! Aber ein wenig mehr Ehrgeiz, ein wenig mehr Kampfeswillen, ein wenig mehr Coolness fände ich wirklich toll.

Wie schon oft gesagt ist mein Freund fast immer ein Schatz und ich kann mich auf ihn verlassen, ihm vertrauen und ich danke ihm dafür, dass er ein Typ der Marke 'lieber Kerl' ist.

So einen Freund hatten ich mir immer gewünscht, denn die wenigen Erfahrungen, die ich bis dato mit Kerlen gemacht hatte, waren quasi alle negativ. Und es handelte sich dabei meist um Machos, denen es egal war, wie es mir geht. Zwar will ich jetzt keinen falschen Eindruck vermitteln oder so, aber ich hatte meistens kam es mir so vor, als wollten diese Kerle lediglich mit mir prahlen; mich als Trophäe erobern und dann wieder wegwerfen. Gut, dass es immer beim Küssen geblieben ist, sonst würde ich mich wahrscheinlich noch benutzter fühlen.

Aber es ist schwer solche Bücher zwar sehr gerne zu lesen, aber gleichzeitig zu wissen, dass es nicht normal ist. Ich hätte sooo verdammt gerne mal einen Liebesbrief von meinem Freund bekommen. Oder Rosen geschenkt bekommen. Oder gesagt bekommen, dass er noch nie ein Mädchen so geliebt hat, wie mich (wohlgemerkt ich bin seine längste Beziehung).
Wie gesagt: er macht alles richtig.
Er sagt, dass er mich liebt, dass er in meiner Gegenwart glücklich ist, dass er mich glücklich sehen will.  Als Geschenke gab es Schokolade, Bücher, einen Gutschein für eine Nacht in Berlin oder Hamburg oder sonst wo...

Aber irgendwie fehlt mir etwas... Das Kribbeln beim Küssen... Das Brennen... Das Verlangen... Das Feuer... Die Sucht nach ihm... Alles schon länger vorbei... Aber ich liebe ihn trotzdem. Auf eine andere Art.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen