Dienstag, 29. November 2016

Ein Plan

In der Nacht welzte sie sich unruhig hin und her. Die gesamte Zeit musste sie an Philipp denken; eine solche Sehnsucht hatte sie nach ihm. Müde öffnete sie die Augen.
Morgen werde ich mit ihm zusammen eine Stück gehen können. Schließlich muss ich in die gleiche Richtung zu meinem Auto wie er.
Die ganze Zeit stellte sie sich vor, wie sie sich ganz alleine mit ihm unterhalten könnte. Ohne Lena oder irgendein anderes Mädel. Auch sein guter Kumpel aus der Klasse könnte nicht stören.
"Ach verdammt!", dachte sie. Nur seine tiefe Stimme in ihren Gedanken zu hören fühlte sich schön an. Sie berührte ihr Herz durch diese samtige Wärme.
Sie stellte sich vor, wie sie ihm zu verstehen geben könnte, dass sie ihn mag. Selbst wenn sie nur gute Freunde würden, wäre sie bereits glücklich. Ihm sagen, dass sie ihn gerne besser kennen lernen würde. Auch wollte sie wissen, was er an Lena so toll findet.
Mittlerweile hatte sie eingesehen, dass mehr als Freundschaft wohl nicht entstehen könnte... "Aber warum? Bin ich nicht gut genug?", schoss es ihr in den Kopf. Ob sie ihn so etwas fragen könnte, überlegte sie. Wahrscheinlich besser nicht.
Aber wenn man einen Menschen  mag, dann muss man ihm das auch sagen und zeigen, sonst versteht er es nicht!

Daher nahm sie sich für den nächsten Tag vor mit ihm zu reden. Erst einfach nur Smalltalk über die Ausbildung, Pläne für das Wochenende und so halten.
Doch wenn sich ihre Wege trennen werden, wollte sie ihm zum Abschied sagen: "Vielleicht werden wir ja noch gute Freunde. Ich würde mich auf jeden Fall freuen."
Dann würde sie gehen. Nicht auf eine Reaktion warten, das wäre ihr zu nervenzerreissend.
"Ob ich das schaffen werde?", fragte sie sich und schlief mit diesem Gedanken ein.

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